I. | SV Empor Erfurt – VfB Grün-Weiß Erfurt 1990 e.V. 1:3 (0:0)

Die Serie von nunmehr 10 Spielen ohne Niederlage hält weiter an. Nachdem vergangene Woche ein Punkt gegen den Tabellendritten aus Witterda errungen wurde, gelang am Samstag der Auswärtscoup des Jahres beim Aufstiegsaspiranten aus Hochheim.
Nach einer torlosen ersten Hälfte mit wenig Höhepunkten auf beiden Seiten, sollte Halbzeit zwei für Gesprächsstoff sorgen. Empor kam nach dem Pausentee mit viel Schwung aus der Kabine und setze die grün-weiße Hintermannschaft unter Druck. Folgerichtig gelang bereits zwei Minuten nach Wiederanpfiff der Führungstreffer zum 1:0, bei welchem die Gästedefensive nicht gut aussah. Dennoch fand die Elf vom Johannesplatz genau die richtige Antwort. Nur zwei Minuten später vollendete Keller einen gut getretenen Freistoß von Dunkel per Kopf zum Ausgleichstreffer. Danach folgte ein Spiel auf Augenhöhe, wobei Empor jedoch immer weiter versuchte Druck auf die Hintermannschaft auszuüben, es jedoch nicht schaffte die Chancen in Tore umzumünzen. Auf der Gegenseite hatten Ruch und Körner ihrerseits sehenswerte Gelegenheiten, um die Gäste in Front zu bringen. So blieb es vorerst jedoch beim Ausgleich. Die Entscheidung sollte dann erst in der Schlussphase des Spiels fallen. Mit einem lang geschlagenen Ball (84.) wusste die Empor-Defensive nicht recht umzugehen. Ruch reagierte schneller und nutzte Gelegenheit um per Kopf auf Kapitän Pfreimer abzulegen, welcher aus kurze Distanz nur noch einschieben musste. Sicherlich geschockt und um den Ausgleich bemüht, wurde die bis dahin faire Partie seitens der Hochheimer gegen Ende ruppiger. Turbulent wurde es dann in der 87. Minute. Die Faustabwehr des Empor-Keepers nutzte Armstroff, um den Ball postwendend per Kopf Richtung Gehäuse der Heimmannschaft zu schicken. Körner reagierte auch in dieser Szene schneller als die gegnerische Defensive und schob das Leder aus Nahdistanz zum viel umjubelten Entscheidungstreffer ein. Für große Proteste seitens des Tabellenzweiten sorgte diese Szene, da sowohl Spieler als auch Trainer und Betreuer eine Behinderung des Torwartes gesehen hatten. Schiedsrichterin Carnitz verwies hierauf Empor-Trainer Wisocki auf die Tribüne. Der Frust über die Niederlage entlud sich beim gegnerischen Spieler Ruschke dann in der Nachspielzeit. Zunächst wurde sein Einsteigen gegen Körner mit gelb geahndet. Aufgrund anschließendem Meckerns wurde er zudem mit der Ampelkarte in die Kabine geschickt.
Letztlich gewannen unsere Jungs sicherlich andere als unverdient beim Aufstiegsaspiranten, insbesondere aufgrund der weitaus effektiveren Chancenverwertung, auch wenn man dabei sicherlich von den Verletzungen der Hochheimer Top-Torjäger Kleinert und Maulhardt profitierte. Nun kann man mit breiter Brust aufs nächste Wochenende schauen und versuchen den Tabellenführer aus Großrudestedt am Johannesplatz zu ärgern und im Idealfall ohne Punkte nach Hause zu schicken.